Ausbildungsleitfaden für die Fährtenarbeit

Das Ziel der Fährtenarbeit ist eine vorher gelegte Spur möglichst genau, ohne links oder rechts zu weit abzuweichen, nachzugehen. Auf dieser gelegten Spur befinden sich Gegenstände (Stofffetzerl), die vom Hund gebracht oder angezeigt werden. Diese Gegenstände wurden vom Fährtenleger vorher gut eingewittert. Der Beginn der gelegten Fährte wird durch einen Abgangsstock gekennzeichnet. Der Hund trägt ein Brustgeschirr und wird an einer 10 Meter langen Leine geführt.

 

Diese Arbeit gliedert sich in 4 Schwierigkeitsstufen:

 

Schwierigkeitsgrad 1 (Prüfungsstufe SCH H I und SPFH I)

Diese Fährte ist eine Eigenfährte, d.h. sie wird vom Hundeführer selbst gelegt. Auf der Fährte befinden sich 2 Gegenstände. Das Schema der Fährte gleicht einem U und hat zwei rechte Winkel, die entweder nach rechts oder links gerichtet sein können. Die Länge beläuft sich in etwa auf 600 Schritte.

 

Schwierigkeitsgrad 2 (Prüfungsstufe SCH H II und SPFH II)

Hier handelt es sich um eine Fremdfährte, dh. sie wird von einer dem Hund "fremden" Person gelegt und nach max. 45 Minuten ausgearbeitet. Auf dieser Fährte befinden sich 3 Gegenstände. Das Schema gleicht einem C. Die Länge beläuft sich auf ca. 800 Schritte.

 

Schwierigkeitsgrad 3 (Prüfungsstufe SCH H III und SPFH III)

Dies ist ebenfalls eine Fremdfährte. Die Liegezeit (Alter der Fährte) ist jedoch mindestens 90 Minuten. Auch hier befinden sich 3 Gegenstände. Die Länge liegt bei 1200 Schritten.

 

Schwierigkeitsgrad 4 (Prüfungsstufe FHB-Fährtenhundebestenprüfung)

Das Alter und die Liegezeit dieser Fährte sind hier 180 Minuten und 2000 Schritte. Bei diesem Schema kommt nicht nur der rechte Winkel sondern auch spitze Winkel vor.

Info:

Beim Erlernen dieser Arbeit nutzen wir die angeborenen Fähigkeiten des Hundes, das Riechen und das Suchen. Bei der Fährtenarbeit vermitteln wir dem Hund lediglich die Genauigkeit, das Finden und evtl. Bringen des Gegenstandes. Dies geschieht spielerisch und auch selbstverständlich hier mit positiver Bestätigung.

Der Hund arbeitet selbsständig an einer 10 Meter langen Fährtenleine. Bei dieser Art des Hundesports lernt der Hundeführer am meisten. Er lernt seinen Kameraden zu "lesen".

Diese Ausbildung nimmt selbstverständlich viel Zeit in Anspruch. Je nach Schwierigkeitsgrad müssen wir zwischen 1 Jahr und 5-6 Jahren rechnen. Die Fährtenarbeit kommt der Natur des Hundes am nächsten und macht ihn ruhig und ausgeglichen.

Kontakt:

Hundesportverein Wachau

Am Hundesportplatz 1

3512 Mautern

 

 

 

Adolf Tastel
Tel:
+43 (0) 664/73583452

Sandra Meier

Tel: +43 (0) 664/8338485

Mail: wau@hsvwachau.at